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Agenda 21 - die graue Theorie

Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Juni 1992 ist in Rio de Janeiro ein Aktionsplan für die drängendsten Fragen des 21. Jahrhunderts unterzeichnet worden.

Die Agenda 21 - ein globales und lokales Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert.

Das zentrale Leitmotiv in der Agenda 21 ist die "Nachhaltige Entwicklung". Im engeren Sinn ist unter Nachhaltigkeit eine Form des Wirtschaftens zu verstehen, bei der man von den Erträgen eines (Natur)Kapitals lebt, nicht aber vom Kapital selbst. Auf gut deutsch: nicht über seine Verhältnisse, d.h. auch nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben.

Im weiteren und heute konsensfähigem Sinne verbirgt sich hinter Nachhaltiger Entwicklung ein zukunftsorientiertes, auf den Menschen gerichtetes Handeln. Dabei ist unter Einbindung der Öffentlichkeit in den Eintscheidungsprozeß auf eine Einheit wirtschaftlicher, sozialer und umweltrelevanter Anforderungen zu achten.

Zu den Unterzeichner der Agenda 21 gehört auch unser Land.

Im Teil III, Kapitel 28 der Agenda 21 von Rio werden Städte und Gemeinden als die den Bürgern am nächsten stehende politische Ebene aufgefordert, ein lokales Aktionsprogramm zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft zu erarbeiten.

Eingebracht wurde der Entwurf für das Kapitel 28 vom Internationalen Rat für kommunale Umweltinittiativen ( ICLEI, www.iclei.org/europe/index_de.htm ). Damit war der Begriff der Lokalen Agenda 21 geboren ( www.agendaservice.de ).

Die Lokale Agenda bietet somit die Möglichkeit eines programmatischen Überbaus und der Vernetzung verschiedenartiger Themen aus dem Umweltschutz, dem Sozialen und der Wirtschaft. In der Kommune kann Politik am efektivsten und am effizientesten umgesetzt und erreichbar gemacht werden.

Außerdem verpflichten wir uns als Gemeinderat/Verwaltung jede Maßnahme, Beschlussvorlage usw. zu begründen, warum sie nachhaltig ist bzw. Nicht-Nachhaltiges zu identifizieren und zu umgehen.


 

Der Agenda Prozess in Riederich



Um die Bevölkerung für den Agenda-Prozess zu gewinnen und zu sensibilisieren, wurde beim ersten Bürgerinformationstag am 04 Februar 2001 der Gemeinde das Kommunale Zukunftsprogramm zu einem der zentralen Themen des Tages. Neben der Wanderausstellung der Landesanstalt für Umweltschutz konnte Frau Dr. Margarete Dohmann über die Möglichkeiten und Chancen des Prozesses und Erfahrungen im Landkreis berichten.  Im Nachgang hatten sich aber nur wenige Bürgerinnen und Bürger für den Prozess interessiert.

Mit aus diesem Grund heraus, wurde es ein wenig ruhig um das Kommunale Zukunftsprogramm der Gemeinde. Erst im Herbst 2002 wurde das Thema wieder ernsthaft aufgegriffen. Da begannen die Vorbereitungen zur zentralen Informationsveranstaltung „Kommunales Zukunftsprogramm für die Gemeinde Riederich“, die für den Februar 2003 terminiert wurde. Gleichzeitig wurde die Ausstellung „Wir der Geist von Rio“ so zeitlich festgesetzt, dass die Ausstellungseröffnung bei der weit über 50 Personen teilnahmen, am Tag der Informationsveranstaltung statt fand.

Auftaktveranstaltung

Die Verknüpfung der Ausstellungseröffnung mit der Auftaktveranstaltung zum Kommunalen Zukunftsprogramm der Gemeinde erwies sich als sehr sinnvoll. Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger wollten sich über den weiteren Verlauf des Agenda-Prozesses in Riederich informieren und nahmen auch aktiv an der Veranstaltung teil.

Nach den einführenden Worten von Bürgermeister Klaus Bender und Frau Dr. Margarete Dohmann konnten die Besucher erste Ansatzpunkte und Themenvorschläge unterbreiten. Zu den von der Verwaltung vorgegebenen Oberthemen Energie und Umwelt; Jugend, Kultur, Freizeit und Soziales; Wohnen, Arbeit und Verkehr, konnten die Bürgerinnen und Bürger eine Reihe bunter Zetteln mit Vorschlägen, Ideen und Vorstellungen an die Stellwände pinnen.  Die Erhaltung der Streuobstwiesen, gesundheitsverträgliche Mobilfunkversorgung, Integrierung Kinder in den Kindergarten, Freizeitangebote für Jugendliche, Nachbarschaftshilfe, Kommunikation Jung und Alt oder die Verbesserung des ÖPNV, sind nur ein Auszug der Themen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Gründung dreier Arbeitskreise zu den oben genannten Oberthemen. Insgesamt 23 Personen hatten sich bereit erklärt in einem der drei Arbeitskreise mitzuwirken und die Zukunft der Gemeinde aktiv mitzugestalten.

Gemeinderat bekennt sich zu seiner Verantwortung

„Die Gemeinde Riederich bekennt sich zu ihrer Verantwortung für eine zukunftsfähige Entwicklung. Der Gemeinderat beschließt die Erstellung eines Zukunftsprogramms in Riederich (Lokale Agenda) und beauftragt die Verwaltung die hierfür notwendigen Schritte einzuleiten“. So lautete der Gemeinderatsbeschluss am 26. Juli 2000, der gleichzeitig der Startschuss des kommunalen Zukunftsprogramms in Riederich darstellte. Allerdings vergingen zwei Jahre bis sich die ersten Arbeitskreise gebildet haben. Deshalb kann noch nicht über konkrete Projekte berichtet werden, sondern lediglich ein Sachstandsbericht erfolgen.

Ausgangssituation

Bereits im Februar 2000 hat sich der Gemeinderat von Riederich in seiner Klausurtagung mit der Lokalen Agenda 21 eingehend beschäftigt. Es wurde vereinbart, dass der Agenda-Prozess auch in Riederich angestoßen und umgesetzt werden soll. Am 26. Juli 2000 gab der Gemeinderat dann in der öffentlichen Sitzung den offiziellen Startschuss mit dem eingangs erwähnten Beschluss.


 




  Copyright © 2009. Letzte Aktualisierung am 06.02.2008  

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