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Gemeinde Riederich Mittelstädter Straße 17 72585
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Jahresmotto 2007 Internet und Chat
Aus dem Zukunftsrat der Lokalen Agenda 21 hat sich der Arbeitskreis Internet,
bestehend aus Frau Rektorin Isabel Heisig, Herr Rudolf Weiß und Herrn
Hauptamtsleiter Torben Dorn, gebildet. Dieser Arbeitskreis stellt das laufende
Jahr unter das Motto "Internet und Chat - Chance und Risiko". Der beigefügte
Flyer soll Eltern, Lehrer, Erzieher aber auch engagierte Bürgerinnen und Bürger
ansprechen und für dieses Thema sensibilisieren. Bei den vier unterschiedlichen
Vorträgen im laufenden Jahr wird dieses Thema näher beleuchtet.
Flyer LOKALE AGENDA 21 Jahresmotto 2007 "Internet und Chat - Chance
und Risiko"
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Vortragsreihe der Lokalen Agenda 21 "Ursachen und Entwicklung kindlicher Gewalt"
Herr Dr. Henry Marc eröffnete die Vortragsreihe mit dem Thema: „Ursachen und
Entwicklung kindlicher Gewalt“ vor knapp hundert Zuhörern in der Aula der
Gutenbergschule.
In seinem Vortrag führte Herr Dr. Henry Marc aus, dass Aggression ein Teil
der menschlichen Natur sei und bereits im Säuglingsalter beginne. An
vielfältigen Beispielen erklärte er wie wichtig es ist, dass Eltern frühzeitig
geeignete Konfliktlösungsmöglichkeiten durch ihr Beispiel vorleben. Dies
bedeutet, dass sie Kinder Kompromissbereitschaft und sogar die Fähigkeit
vermitteln, zu erkennen wie man sich wieder versöhnt. Die Basis dafür sind
Eltern, die feinfühlig auf ihre Kinder reagieren und eingehen. Durch weitere
Beispiele zeigte er auf, welch wichtige Rolle auch die Gesellschaft bei der
Erziehung eines Kindes spielt, damit dieses als selbstbewusstes und
konfliktfähiges Mitglied heranwachsen kann.
Nach dem, von Dr. Henry Marc in gewohnt lebendiger und anschaulicher Art und
Weise vorgetragenen Inhalt, gab es für die Anwesenden die Möglichkeit Fragen zu
stellen.
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Vortragsreihe der Lokalen Agenda 21 „Kids online“
Die Lokale Agenda 21 hat das laufende Jahr unter das Motto „Internet und
Chat, Chance und Risiko“ gestellt und hat bzw. bietet hierfür vier
Informationsveranstaltungen an.
Am 14.05.2007 der zweite Vortrag „Kids online“ in der Aula der
Gutenbergschule statt. Frau Polizeioberkommissarin Cornelia Stobbe von der
Polizeidirektion Reutlingen informierte in ihrem Vortrag über das Surfen,
Chatten und Spielen im Internet.
Zu Beginn des Vortrags legte sie den rund 40 interessierten Zuhörern und
Zuhörerinnen ans Herz, Erziehungskompetenz auch als Medienkompetenz zu
verstehen. Da 89 % der deutschen Haushalte mit Jugendlichen einen eigenen PC
besitzen und davon 92 % über einen Internetzugang verfügen, hat der PC und
insbesondere die damit verbundene Internetnutzung bereits den Fernseher als
Platz 1 der von den Jugendlichen am meisten begehrtesten Multimedias abgelöst.
Als Tipps beim Surfen im Internet gab Frau Stobbe unter anderem die Nutzung der
technischen Hilfsmittel mit auf den Weg. Durch Firewalls, Filter und freiwillige
Vereinbarungen zwischen Eltern und Kindern über die Surfzeiten im Internet kann
vieles unterbunden werden. Die Gefahr für Kinder und Jugendliche beim Surfen im
Internet besteht im Wesentlichen leider immer wieder darin, dass sehr schnell
und problemlos auf Gewaltverherrlichungen und Pornographie gestoßen wird. Durch
einfache Schreibfehler in der Internetadresse stößt man leider immer wieder sehr
schnell auf unerwünschte Seiten. Im Bereich des Chattens, sprich der
Unterhaltung am Bildschirm in virtuellen Räumen sogenannten Chatrooms, lauern
unzählige Gefahren für Kinder und Jugendliche. Zahlreiche fragwürdige Foren
beschäftigen sich mit Themen wie Suizid, Drogenmissbrauch, Anleitung zum Bauen
von Bomben oder verfassungsfeindlichen Inhalten. Durch übermäßiges Chatten
besteht insbesondere ein Verlust der Sprachkultur und ein Flüchten in eine
Scheinwelt. Frau Stobbe appellierte an die Anwesenden ihren Kindern
klarzumachen, dass in solchen Chatrooms nie persönliche Daten preisgegeben
werden dürfen. Außerdem sollte von gewünschten Treffen abgesehen werden, hier
besteht die große Gefahr, dass durch ein „ vermeintliches“ Kennen des anderen
Kinder und Jugendliche zu leicht auf derartige Lockangebote reinfallen können.
Viele Unterhaltungen im Chat führen leider immer wieder zu sexuellen
Belästigungen, daher sollten sich Eltern sehr genau informieren in welchen
Chaträumen sich ihre Kinder bewegen.
Am Ende ihrer zweistündigen, sehr interessanten und aufschlussreichen
Ausführung gab Frau Polizeioberkommissarin Stobbe den anwesenden Eltern folgende
Fragen mit auf den Weg:
Wissen Sie wo sich Ihr Kind aufhält?
Kennen Sie die Freunde und Hobby`s Ihrer Kinder?
Sind Sie mit den Funktionen des Handy´s und des Internets vertraut?
Haben Sie mit Ihren Kindern Regeln und Abmachungen für die Nutzung des
Internets vereinbart?
Sind Sie selber Vorbildfunktion bei der zeitlichen Inanspruchnahme des
Internets?
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Vortragsreihe der Lokalen Agenda 21 "Internet und Recht"
Unter diesem Motto stand die dritte von vier Veranstaltungen der Lokalen
Agenda 2007. Rechtsanwalt Martin Rath und Rudolf Weiß konnten trotz großer Hitze
zahlreiche Interessierte in der Aula der Gutenbergschule begrüßen.
Mittlerweile ist für viele Menschen der tägliche Gebrauch des Internets – ob
beruflich oder privat – zur Selbstverständlichkeit geworden. Dass hierin auch
Gefahren liegen, ist vielen Nutzern, vor allem Jugendlichen nicht bewusst.
Welche rechtlichen Risiken, welche „Gratis-Fallen“ beim Gebrauch des
Internets auf den Benutzer warten, erkennt er meist erst, wenn das Kind schon in
den Brunnen gefallen ist. Die beiden Referenten konnten aufgrund ihrer profunden
Kenntnisse Einblicke in die komplizierten, ja meist verwirrenden Formen der
Angebote im Internet aufzeigen.
Da wird dem ahnungslosen Nutzer ein Angebot für einen MP3 Player gemacht,
oder es werden ihm Computerspiele angeboten, die nichts kosten sollen. Auch das
Verschicken von kostenlosen SMS und die Angebote zur Nutzung von sonstigen
Dienstleistungen, die umsonst seien, sollen dem Ahnungslosen schmackhaft gemacht
werden. Letztlich geht es in vielen Fällen um „Abzocke, ja um kriminelle
Energie“.
Wie kann man sich vor unseriösen Angeboten schützen, lautete die Kernfrage
des Abends. Wie kann verhindert werden, dass die Gutgläubigkeit des
Internetnutzers missbraucht wird? Hier muss sich jeder einzelne fragen, wie er
mit seinen persönlichen Daten umgeht. Gibt man persönliche Daten online weiter?
Füllt man schnell und ohne Bedacht ein Datenfeld aus? Hat man die AGBs
(allgemeine Geschäftsbedingungen) sorgfältig gelesen? Besondere Vorsicht ist
geboten, wenn ein Anbieter gleich zu Beginn seines „Angebotes“ nach den
persönlichen Daten fragt. Ein seriöser Anbieter wird dies erst am Ende seines
Angebotes tun.
Für den sicheren Umgang beim Surfen im Internet gibt es 10 goldene
Regeln:
- Firewall einschalten
- Windows Betriebssystem regelmäßig aktualisieren
- Anti-Viren Programm installieren (z.B. AntiVir)
- Antispionage Software installieren (z.B. spyboot search &
destroy)
- Mail-Anhänge nicht leichtfertig öffnen
- Browser – Firefox oder Opers nutzen
- abstrakte Passwörter verwenden
- Datensicherung auf zweiter Festplatte
- Daten sicher löschen
- Schmuddelkramseiten meiden
Mit einer lebhaften Diskussion, die auch Raum für persönlich erlebte
Internetbetrügereien ließ, endete der kurzweilige Vortrag, der von den Zuhörern
mit großem Applaus bedacht wurde.
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Vortragsreihe der Lokalen Agenda 21 "Fremdsprache Internet"
Wie kommt das Smiley in den Block und kann ich überhaupt noch mitreden?
Diese Frage versuchte Herr Rudolf Weiß von der Lokalen Agenda 21 in seinem
Vortrag „Fremdsprache Internet“ zu beantworten. Zahlreiche Wortlaute, Kürzel,
Akronyme, Anglizismen prägten die Sprache im Internet. Neben den Gefahren,
welche in sogenannten Chatrooms auf Kinder und Jugendliche lauern, können auf
einschlägigen Websites auch Gewaltvideos, Live-Hinrichtungen sowie Verabredungen
zum Suizid verfolgt werden. Im Rahmen des Powerpointvortrags, in der Aula der
Gutenbergschule, führte Rudolf Weiß ein Beispiel aus dem Web 2.0 vor. In dieser
neuen Dimension des Internets finden sich Auswüchse, wie Second Live, eine
Plattform auf der mittlerweile fast 10 Mio. Menschen eine zweite virtuelle
Identität sich zugelegt haben. Rudolf Weiß appellierte an die Eltern, Kinder auf
gar keinen Fall unbeaufsichtigt oder alleine im Internet surfen zu lassen.
Kinder können nämlich nicht entscheiden, was gut und was schlecht für Sie ist.
Mit der Fremdsprache Internet wurde die Vortragsreihe des Arbeitskreises
„Internet und Chat, Chance und Risiko“ im Jahr 2007 abgeschlossen. Bürgermeister
Klaus Bender bat in seinem Schlusswort alle Anwesenden sowie sämtliche
Multiplikatoren in der Gemeinde, die Chancen und Gefahren, welche das weltweite
Netz bietet, nicht nur Kindern und Jugendlichen, sondern insbesondere auch den
verantwortlichen Eltern aufzuzeigen.
Die Vortragsfolien können Sie hier einsehen.


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Letzte Aktualisierung am 06.02.2008 |
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